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Lugros: Ermita del Camarate - Tentadero - Collado Del Cerro De Los Carneros
Lugros: Ermita del Camarate - Tentadero - Collado Del Cerro De Los Carneros
Cut_the_crap went for a hike
November 22, 2025
07:02
21.9km
3.1km/h
740m
740m
Die Wanderung fängt auf dem Hauptplatz des Dorfes Lugros an, wo normalerweise die Shuttlebusse abfahren. Diesmal haben wir den Shuttle nicht benutzt und sind zu Fuß gegangen.
Der Weg führt in Richtung Süden durch sanft hügeliges Ackerland, mit dem Picón de Jerez und seinem schneebedeckten Kamm als wunderschöne Kulisse.
Später verbindet sich die Route mit der Acequia de Guadix und dann mit der Cañada Real de las Herrerías. Ab hier zeigen sich die ersten Herbstfarben, vor allem die goldenen Pappeln entlang des Flusses Alhama oder Marchal, der auf der rechten Seite des Weges fließt. Hier führt die Route in den Nationalpark und folgt dem Sulayr-Weg flussaufwärts, wobei sie sich Schritt für Schritt dem Gebiet namens Horcajo del Camarate nähert.
In Horcajo del Camarate gibt es ein Tor, an dem ein Förster die Zugangsgenehmigungen kontrolliert. Der Förster erklärt, dass „Camarate” ein „Horcajo” ist, ein lokaler Begriff für einen Ort, an dem mehrere Schluchten zusammenfließen. Hier trifft die Schlucht Alhama-Marchal auf die Schlucht Guadix und die Schlucht Rozas. Die drei Schluchten schlängeln sich durch dichte Ufervegetation mit Pappeln, Eschen und Weiden.
Nach dem Tor ist die erste Sehenswürdigkeit eine alte Einsiedelei, die Einsiedelei von Horcajo del Camarate, die im 19. Jahrhundert gebaut wurde und auf einem ungewöhnlichen, mit Moos und Flechten bewachsenen Felsen steht. Sie ist auch als „Einsiedelei des Felsens” bekannt und trotz späterer Renovierungen unvollendet geblieben. Ein Feldweg mit gepflasterten Spurrillen ermöglicht ein stetiges Vorankommen bergauf zwischen den schattigen Schluchten Las Rozas und La Virgen. Der Weg verläuft entlang des Hangs, umgeben von vielen immergrünen und laubabwerfenden Bäumen.
Dieses Gebiet ist einer der meistfotografierten Orte im Park. Es ist besonders bekannt für seine Ahornbäume, darunter „Acer Opalus Granatense”, die die größte Konzentration dieser Art in der Provinz Granada bilden. Laut lokalen Legenden aus Lugros betraten einst ein Vater und sein kleiner Sohn die dunkle Schlucht darunter. Das Kind kehrte nie zurück, und manche sagen, dass man noch immer seine Schreie hören kann, obwohl es sich bei diesen Geräuschen wahrscheinlich um Vögel oder Wildkatzen handelt. Nebel, Stille, Wind und wechselndes Licht schaffen eine geheimnisvolle Atmosphäre, die die Fantasie anregt.
Der Wasserreichtum, sein ständiges Rauschen und die Nordausrichtung haben eine außergewöhnliche Artenvielfalt geschaffen. Dieses Gebiet ist ein wahrer botanischer Schatz mit einer großen Vielfalt an Laubbäumen und Sträuchern, die eine außergewöhnliche Palette an Herbstfarben zeigen, die als die reichhaltigsten in Südspanien gelten. Zu den Arten gehören Eichen, Wildkirschen, Ebereschen, Ahornbäume, Weißdorn, Eschen, Weiden und Berberitzen.
Etwa 4 km nach der Einsiedelei von Horcajo del Camarate erreicht die Route den Tentadero, eine alte Viehzuchtanlage, die das Ende der linearen Route markiert. Sie ist bekannt als die höchstgelegene Stierkampfarena Spaniens, wird aber nicht mehr genutzt. Etwa 300 Meter weiter steht die „tausendjährige Eibe”, die als Wendepunkt diente.
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