
Have your own adventure with the #1 outdoor app today.
Von Küstrin-Kietz nach Küstrin durch die Altstadt und die Neustadt und zurück (Gruppentour mit den RainbowHikers)
Von Küstrin-Kietz nach Küstrin durch die Altstadt und die Neustadt und zurück (Gruppentour mit den RainbowHikers)
05:40
13.1km
2.3km/h
30m
40m
Die RainbowHikers (rainbowhikers.de) haben wieder zu einer Wanderung eingeladen und drei Wanderinnen, neun Wanderer und ein Hund folgen mir durch die geschichtsträchtige Stadt Küstrin.
Wir starten unsere Tour gegen 9.45 Uhr am Bahnhof Küstrin-Kietz (RB26) und folgen der Karl-Marx-Straße in Richtung Polen. Nach der Überquerung des Vorflutkanals erreichen wir die ehemaligen Kasernen der Infanterie aus der Kaiser- und Wehrmachtszeit. Nach dem Zweiten Weltkrieg war dort die Kasernierte Volkspolizei, der Vorläufer der NVA, untergebracht, später die Sowjetarmee. Seit deren Abzug in den neunziger Jahren verfallen die Gebäude.
Wir überqueren dann die Oder und sehen schon die restaurierten Festungsanlagen der Altstadt Küstrin, die sich heute in Polen befindet. Nach dem Versailler Vertrag wurde 1921 bis 1931 ein Teil der Befestigungen abgerissen, nach dem Zweiten Weltkrieg beschlossen die Alliierten, dass die stark zerstörte Altstadt nicht wieder aufgebaut werden sollte. Viele der Trümmer wurden zum Aufbau polnischer Bauwerke genutzt. Übriggeblieben sind nur noch Keller und Fundamente.
Wir schlendern durch das Berliner Tor, durch das einst eine Straßenbahn fuhr, und an der Bastion König vorbei zu den Resten vom Schloß Küstrin. Wir besichtigen kurz den Schlosshof und wenden uns dann dem Richtplatz zu. 1730 wurde hier vor den Augen des Kronprinzen Friedrich II. dessen Freund Leutnant Hans Hermann von Katte geköpft, zur Strafe für die Beteiligung an der Flucht des Kronprinzen. An der Oder entlang laufen wir zur Bastion Brandenburg, die originalgetreu restauriert wurde. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Oder. Weiter geht es zur ebenfalls restaurierten Bastion Philipp, in der sich ein Museum befindet. Zu unserem Leidwesen hat das Museum von November bis April Winterpause.
Wir wandeln noch ein wenig durch die ehemaligen Straßen, die heute interessante Wanderwege sind, und verlassen durch das nicht mehr vorhandene Zorndorfer Tor die Altstadt und wenden uns der Neustadt zu. Zunächst besuchen wir den Polenmarkt, der ziemlich schäbig daherkommt. Er soll wohl demnächst abgerissen werden und anderen Bauprojekten Platz machen.
Auf der Wladyslaw-Sikorski-Brücke überqueren wir die Warthe, die nördlich von Küstrin in die Oder fließt. Wir erkunden die Parkanlage am Amfiteatr, das eigentlich gar kein Amphitheater ist, und passieren den ehemaligen Stern, um den Miejski-Park zu erreichen. Hier gibt es eine Filiale der Restaurantkette Artisan, wo wir einkehren.
Anschließend versagt meine Komoot-App, so dass wir zunächst in die falsche Richtung laufen. An der Bahn entlang und durch Altneubaugebiete erreichen wir dann aber doch noch den Bahnhof Kostrzyn, einen Kreuzbahnhof. Hier kreuzen sich die ehemalige Ostbahn mit der polnischen Oderbahn. Hier erfahren wir, dass unser Zug wegen Verspätung in Küstrin-Kietz endet. Um nicht eine Stunde hier herumzustehen, beschließen wir, nach Küstrin-Kietz zu laufen. Wir überqueren wieder Warthe und Oder und gelangen rechtzeitig nach Küstrin-Kietz. Ein Teil fährt mit dem Zug nach Kostrzyn mit, um sich Plätze zu sichern. Drei Wanderer fahren mit Sisa im Auto nach Frankfurt. Zu dritt warten wir auf die Rückkehr des Zuges. Und wir finden auch noch Plätze im RB26.
Es war wieder eine schöne Tour durch eine geschichtsträchtige Stadt. Das Wetter blieb trocken und recht mild; nur die Sonne wollte sich nicht zeigen.
Waypoints
Route Details
Elevation
Sign up to see more specific route details
Sign up for free
Comments
Want to know more?
Sign up for a free komoot account to join the conversation.
Sign up for free